Online-Banking: BKA und BITKOM warnen vor Betrugsfällen
17 Millionen Euro erwarteter Schaden beim Online-Banking
Einer aktuellen Prognose des Bundeskriminalamtes (BKA) gemeinsam mit BITKOM nach steigt die Schadenssumme in 2010 auf ganze 17 Millionen Euro im Online-Banking. Allein 2009 wurden bereits 12 Millionen Euro von betroffenen Girokonten verfügt. Die Zahl der Phishing-Angriffe für 2010 wird auf 5.000 geschätzt. Die Betrugsfälle nicht nur im Online-Banking sondern im gesamten Web steigen enorm an.
Die Dunkelziffer der Betrugsfälle ist noch viel höher, denn nicht alle Fälle können sofort erkannt und gemeldet werden. Die durchschnittliche (bekannte) Schadenssumme pro gemeldeten Einzelfall für das erste Halbjahr 2010 liegt bei 3.500 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Phishing-Fälle um 71 Prozent steigen. BITKOM und das BKA sehen hier vor allem neue Schadprogramme als Ursache, die selbst ausgeprägte Sicherungsmechanismen überwinden können. Beispielsweise ist eine neue Software dazu im Stande, Online-Banking- und Kreditkartendaten gleichzeitig abzurufen und auszuspionieren.
Die Nutzer müssen sich wappnen. Die einfache Eingabe einer Geheimzahl reicht als Schutz vor Angriffen längst nicht mehr aus, wie Dieter Kempf, BITKOM-Präsidiumsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ betonte. Jeder Nutzer müsse ein „gesundes Misstrauen“ aufweisen und seinen Computer ausreichend absichern. Noch immer surft etwa jeder fünfte Internet-Nutzer ohne Virenschutz. Aufklärungsbedarf besteht dringend.
Rund 28 Prozent aller Nutzer verzichten auf Online-Banking, weil Zweifel an der Sicherheit besteht. Auch hier muss zwingend aufgeklärt werden, denn mit der richtigen Umgangsweise und den entsprechenden Informationen kann Online-Banking auch zukünftig sicher sein. Deshalb haben BITKOM und BKA ein Informationsblatt mit Tipps zur Vorbeugung von Angriffen veröffentlicht:
Infoblatt >>
verfasst am 07.09.2010.
