Glossar

Was ist ein Girokonto? Was versteht man unter AGB? Auf diese und viele weitere Fragen zum Thema Girokonto liefert Ihnen das Glossar präzise und kurze Antworten. So können Sie sich umfassendes Finanzwissen aneignen während Sie sich Ihr persönliches, kostenloses Girokonto sichern.

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) 

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind für Verträge (z.B. Kontovertrag) vorformulierte, allgemein gültige Vertragsbedingungen, die durch entsprechende Sonderbedingungen (z.B. für Sparverträge) ergänzt werden. Ihre rechtliche Grundlage finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), wo auch festgelegt ist, dass individuelle Vertragsabreden Vorrang vor den Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben.

B

Bank 

Der Begriff „Bank“ wird synonym für „Kreditinstitut“ verwendet und meint laut Kreditwesengesetz  (KWG) „Unternehmen, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.“. Die Europäische Zentralbank (EZB) definiert Banken einfacher ausgedrückt als „Wirtschaftsbetriebe, die Dienstleistungen rund ums Geld erbringen.“

Die Bezeichnungen „Bank“ und „Bankier“ sind rechtlich geschützt (Bezeichnungsschutz), sodass man diese Begriffe in der Firma (Unternehmensname), als Zusatz zur Firma oder zur Bezeichnung des Geschäftszwecks nur unter den folgenden Voraussetzungen verwenden darf:

•    Kreditinstitute besitzen zum Geschäftsbetrieb eine schriftliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

•    es handelt sich um inländische Zweigstellen von Unternehmen mit Sitz im Ausland, die Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen

•    die Bezeichnung „Bank“ wurde bis zum Inkrafttreten des KWG bereits in der Firma geführt

C

Cash Group 

Unter „Cash Group“ versteht man eine seit vielen Jahren bestehende Vereinbarung zwischen mehreren Banken, die ihren Kunden bundesweit die kostenfreie Bargeldverfügung mit der ec- oder Bankkarte am Geldautomaten ermöglichen. Ist man Kunde einer Mitgliedsbank, kann man für Bargeldabhebungen sowohl die bankeigenen Automaten als auch die Geldautomaten der Mitgliedsbanken ansteuern, um kostenfrei Bargeld abzuheben.

Aktuelle Mitglieder der Cash Group (Stand: Juni 2010):

•    Bankhaus Neelmeyer AG
•    UniCredit Bank AG - HypoVereinsbank
•    Berliner Bank AG Co. KG
•    comdirect bank AG
•    Commerzbank AG
•    DAB bank AG
•    Deutsche Bank AG
•    Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG
•    Deutsche Postbank AG
•    norisbank GmbH

Insgesamt stehen in der Cash Group mehr als 9.000 Geldautomaten der Banken sowie über 1.300 Shell-Tankstellen für Bargeldverfügungen bereit.

Hinweis: Die Cash Group ist nicht zu verwechseln mit dem CashPool (Vereinigung anderer Banken).

CashPool 

Der CashPool ist ein Geldausgabeautomaten Verbund verschiedener Banken mit dem Zweck, Kunden der Partnerbanken bundesweit kostenfreies Bargeldabheben zu ermöglichen. Mit der ec(Maestro)-Card stehen den Nutzern insgesamt mehr als 2.500 Automaten zur Verfügung. Zu den teilnehmenden Banken des CashPool gehören (Stand: Juni 2010):

•    Targobank
•    Wüstenrot
•    Degussa Bank
•    Santander Consumer Bank
•    Sparda-Banken
•    National-Bank
•    SEB
•    BB-Bank
•    Südwestbank
•    Merkur Bank
•    Fürstlich Castell’sche Bank
•    Gabler-Saliter Bankgeschäft
•    Sperrer Privatbank
•    Flessabank Bankhaus Max Flessa KG
•    Bankhaus Hafner
•    netbank
•    Bankhaus Gebr. Martin
•    Bank Schilling
•    Steyler Bank GmbH
•    Bankhaus C.L.Seeliger
•    Conrad Hinrich Donner Privatbank
•    Berenberg Bank
•    Bank Wolfach
•    Bankverein Werther AG
•    Pax-Bank
•    Bankhaus Bauer
•    Bankhaus Mayer
•    Bank für Sozialwirtschaft
•    Reuschel & Co. Privatbankiers

Hinweis: Der CashPool ist nicht zu verwechseln mit der Cash Group (andere Vereinigung von Banken).

D

Direktbank 

Direktbanken stellen Kreditinstitute ohne eigenes oder ausgebautes Filialnetz dar. Sie unterliegen aber den gleichen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und Gesetzmäßigkeiten. Die Bankgeschäfte werden im Regelfall telefonisch, elektronisch (z.B. Telefax), postalisch oder online abgewickelt, d.h. die Kommunikation erfolgt aus der Ferne.

Da Einsparungen vor allem im Filialnetz möglich sind, offerieren Direktbanken neben anderen attraktiven Produkten üblicherweise mindestens ein kostenloses Girokonto. Deshalb ist ein Girokonto Vergleich zu empfehlen.

Beispiele Direktbanken:
Deutsche Kreditbank (DKB)

netbank AG

.comdirect


ING-DiBa

1822direkt

u.s.w.

E

ec-Karte 

Die ec-Karte ist eine Debitkarte, die im electronic cash System des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) eingesetzt wird. Sie werden von Banken üblicherweise in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben und sind mit dem ec-Logo versehen (Vorder- und/oder Rückseite). Mit dieser Karte sind bargeldlose Zahlungen an automatisierten Kassen über eine Online-Autorisierung (Eingabe der PIN) möglich.

Bisher wurde das ec-Verfahren über den auf der Kartenrückseite angebrachten Magnetstreifen durchgeführt. Dieser wird nach und nach durch den ec-Chip ersetzt bzw. ergänzt. Die meisten ec-Karten sind zudem mit einer Maestro-Card (Debitkarten-Dienst von MasterCard International)  mit EMV-Chip ausgestattet. Da letzterer in vielen Ländern allerdings noch nicht verwendet werden kann, bleibt der Magnetstreifen auf der ec-Karte vorerst ergänzend bestehen. Aus diesem Grund befindet sich auf vielen ec-Karten neben dem ec-Logo auch das Maestro-Logo (ec(Maestro)-Karte).

F

Freistellungsauftrag 

Der Freistellungsauftrag dient gemäß den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes (EStG) der Abstandnahme vom Steuerabzug auf Kapitalerträge in Höhe des Sparer-Pauschbetrages (Alleinstehende 801 Euro; Ehegatten 1.602 Euro). Die Freistellung erfolgt auf Anweisung des Gläubigers durch Einreichen eines amtlich vorgeschriebenen Vordrucks bei den jeweiligen Kreditinstituten.

Zu beachten ist, dass der Sparer-Pauschbetrag auf alle relevanten Kreditinstitute, wo Kapitalerträge erzielt werden, aufgeteilt werden muss, d.h. der Sparer-Pauschbetrag darf im Rahmen der Freistellung insgesamt nicht überschritten werden.

Überschreiten die erzielten Kapitalerträge den Freibetrag bzw. wurde kein Freistellungsauftrag erteilt, sind darauf Steuern (Kapitalertragsteuer bzw. Abgeltungssteuer (seit 2009) zzgl. Solidaritätszuschlage und ggf. Kirchensteuer) abzuführen.

G

Girokonto 

Der Begriff „Girokonto“ stammt vom italienischen „giro“, also „Kreis“, ab und assoziiert damit die ständige Bewegung von Buchgeld über entsprechende Zahlungsverkehrssysteme. Girokonten werden von Banken und Sparkassen als laufendes Konto geführt und dienen der Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Eine ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung ist „Kontokorrentkonto“.

Transaktionen, die über ein Girokonto abgewickelt werden können, sind beispielsweise …

… Überweisungen vom sowie auf das Konto,
… Daueraufträge zum sowie auf das Konto und
… Lastschriften (z.B. von Kartenzahlungen etc.).

Um über das Guthaben (oder ein eingeräumtes bzw. geduldetes Überziehungslimit) verfügen zu können, vergebene die Banken und Sparkassen üblicherweise entsprechende Kontokarten wie ec(Maestro)-Karten oder Servicecards. Der Konto- und Karteninhaber hat dadurch die Möglichkeit – sofern eine PIN (Persönliche Identifikationsnummer) mit ausgegeben wird -, über Bargeld an dafür vorgesehenen Geldautomaten zu verfügen, Kontoauszüge zu drucken oder auch in Geschäften bargeldlos zu zahlen.

Grundgebühr 

Grundgebühren stellen beim Girokonto die sogenannten Kontoführungsgebühren dar, die Banken für die Führung und Verwaltung eines Girokontos erheben. Oftmals umfassen sie Zusatzleistungen wie die Durchführung von Überweisungen etc. Einige Banken – wie jene auf www.testsieger-girokonto.de – bieten aber auch ein kostenloses Girokonto ohne solche Grundgebühren an.

Die Erhebung und Festlegung der Höhe der Grundgebühren obliegt den Banken selbst, d.h. explizit rechtliche Regelungen dazu gibt es nicht. Lediglich die Vorschriften beispielsweise zum Wucher im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) können eine Rolle spielen.

H

Habenzins 

Habenzinsen oder Guthabenzinsen stellen seitens der Bank das Entgelt für leihweise überlassenes Kapital über einen bestimmten Zeitraum dar. Aus Sicht der Leihenden ist es ein Ertrag auf Guthaben. In der Regel steigert sich der Zinssatz mit einer längeren Laufzeit, wobei es hier auch Abweichungen gibt. Die Höhe orientiert sich an Leitzinssätzen der Europäischen Zentralbank (EZB) bzw. Deutschen Bundesbank.

Grundsätzlich differenziert man einen festen sowie einen variablen Habenzins. Je nach Anlageform kann der Zinssatz also über die gesamte Laufzeit fest, nach Zeitabschnitten gestaffelt (aber fix) oder komplett variabel (veränderlich) sein. Letzteres ist vor allem bei Habenzinsen auf Girokonten, Tagesgeldkonten sowie Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist der Fall.

I

IBAN (International Bank Account Number) 

Die IBAN ist die international einheitliche und strukturell standardisierte Bankkontonummer für Girokonten, die vor allem für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr notwendig ist. Mit dieser Buchstaben- und Zahlenfolge können Girokonten auch international identifiziert und zugeordnet werden. Gemeinsam mit der BIC (Bank Identifier Code) als internationale Bankleitzahl bildet die IBAN somit die internationale Bankverbindung eines Kunden bzw. Girokontos.

J

Jahreszins 

Der Jahreszins ist der Zinssatz für geliehenes Geld für den Zeitraum von einem Jahr (12 Monate). Das Jahr kann sich entweder auf ein Kalenderjahr (Januar bis Dezember) oder ein Jahr ab Geldverleihung (Starttag plus 12 Monate) beziehen. Üblich sind aber Kalenderjahre.

Gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) sind vor allem bei Krediten „(…) als Preis die Gesamtkosten als jährlicher Vomhundertsatz des Kredits anzugeben und als „effektiver Jahreszins“ zu bezeichnen.“  Die Angabe erfolgt somit in Prozent und in der Regel mit dem Zusatz p.a. (lat. per anno = dt. pro Jahr). Auch bei Guthabenzinsen in Form eines Jahreszinssatzes erfolgt diese Zugabe unabhängig davon, wann es zur Zinsgutschrift kommt.

K

Kreditkarte 

Eine Kreditkarte ist eine weltweit einsetzbare Karte zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen des täglichen Lebens. Sie werden von Kreditkartengesellschaften teilweise in Kooperation mit Banken (wie beispielsweise bei Visa oder MasterCard) sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen herausgegeben.

Die Bezeichnung entstand aus der Tatsache heraus, dass den Karteninhabern ein Kredit in Form eines Limits auf der Karte gewährt wird. Mittlerweile gibt es aber auch sogenannte Prepaid-Kreditkarten ohne Limit und auf Guthabenbasis (engl. prepaid = dt. vorausbezahlt), die aufgeladen werden müssen. Weitere Kreditkarten-Varianten sind:

Charge-Kreditkarte
= Kreditkarte mit Kreditlimit, bei der einmal monatliche eine Abrechnung erfolgt und der Rechnungsbetrag vom Karteninhaber beglichen werden muss (in Raten oder Komplettrückzahlung; via Überweisung oder Lastschrift)

Debit-Kreditkarte
= Kreditkarte mit Kreditlimit, bei der die Umsätze sofort bzw. mit wenigen Tagen Verzögerung vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht werden. Eine monatliche Rechnungstellung erfolgt also nicht.

Daily-Charge-Kreditkarte (z.B. VisaCard der DKB)
= Kreditkarte mit Kreditlimit und monatlicher Abrechnung, die gleichzeitig das Aufladen von Guthaben ermöglicht. Umsätze, die erfolgen, während Guthaben vorhanden ist, werden sofort belastet.

L

Lastschrift 

Die Lastschrift ist eine Möglichkeit im bargeldlosen Zahlungsverkehr, Geldbeträge von einem Girokonto auf ein anderes zu übertragen. Als rechtliche Grundlage dient das Abkommen über den Lastschriftverkehr zwischen der Deutschen Bundesbank sowie dem …

… Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.,
… Bundesverband deutscher Banken e.V.,
… Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.,
… Verband deutscher Hypothekenbanken e.V. und dem
… Verband öffentlicher Banken e.V.

Im Rahmen einer Lastschrift wird vom Konto des Zahlungspflichtigen der festgelegte Betrag zugunsten des Kontos des Zahlungsempfängers eingezogen. Dabei unterscheidet man die folgenden beiden Auftragsvarianten:

1. Einzugsermächtigung
= schriftliche Ermächtigung vom Zahlungspflichtigen an den Zahlungsempfänger zum Einzug der Lastschrift

•    Ermächtigung kann jederzeit widerrufen werden
•    erfolgten Kontobelastungen kann innerhalb einer 6-wöchigen Frist widersprochen werden

2. Abbuchungsauftrag
= schriftlicher Auftrag vom Zahlungspflichtigen an sein Kreditinstitut (Zahlstelle) zur Abbuchung des Lastschriftbetrages zugunsten des Zahlungsempfängers

•    Auftrag kann jederzeit widerrufen werden
•    erfolgten Kontobelastungen kann nicht widersprochen werden

Hierbei ist zu beachten, dass zwischen dem Zahlungsempfänger und seinem Kreditinstitut (erste Inkassostelle) eine „Vereinbarung über den Einzug von Forderungen mittels Lastschriften“ (Inkassovereinbarung) getroffen wurde.

M

Maestro-Karte 

Die Maestro-Karte ist eine Debitkarte, die im Debitkarten-System „Maestro“ von MasterCard International eingesetzt werden kann. Die Karte wird üblicherweise i Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben. In Deutschland sowie in anderen Ländern ist es die Regel, dass Karten des nationalen Systems (Deutschland: electronic cash) zusätzlich mit den Maestro-Karten-Funktionen ausgestattet werden. Deshalb bezeichnet man diese Karten oftmals auch als ec(Maestro)-Karten.

Maestro-Karten sind oftmals mit einem EMV-Chip ausgestattet, der es erlaubt an EMV-fähigen Terminals Zahlungen ohne zusätzliche Online-Autorisierung durchzuführen, da alle relevanten Daten bereits kopiersicher auf dem Chip gespeichert sind. Da nicht alle Länder diesen EMV-Chip annehmen, sind in Deutschland (und in weiteren Ländern) die Karten sowohl mit den ec- als auch dem Maestro-Funktionen ausgestattet.

N

Neteller 

Neteller ist ein Online-Zahlungssystem des gleichnamigen Zahlungsdienstleisters NETELLER Limited, die wiederum eine 100-prozentige Tochter der NEOVIA Financial Plc. ist. Es wurde 1999 eingerichtet und ist weltweit nutzbar. Die Zulassung und Regulierung der Limited als E-Geld-Institut durch die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Authority (FSA) gewährleistet Sicherheit und Seriosität.

Als bevollmächtigter Vertreter ("Registered Agent") der Conister Bank Limited ist Neteller dazu berechtigt, die Net+ Karten an Kunden weiterzuvermitteln, d.h. ausgebende bank dieser MasterCards ist die Conister Bank der Isle of Man.

O

Online-Banking 

Das Online-Banking (oder auch Internetbanking) ist Teil des Electronic Banking, bei dem Bankkunden die Möglichkeit haben, über das Internet Zugang zu den eigenen Bankkonten und Depots zu bekommen sowie Aufträge online zu erteilen. Das kann entweder direkt über einen Zugang auf der Webseite des Kreditinstitutes oder über ein auf dem Rechner installiertes Online-Banking-Programm erfolgen.

Verfahren im Rahmen des Online-Banking zur Identifikation des Nutzers sind beispielsweise:


•    PIN/ TAN
•    Homebanking Computer Interface (HBCI) (Legitimation per Chipkarte oder Schlüsseldiskette)
•    File Transfer and Access Management (FTAM) mit Elektronischer Unterschrift (EU)
•    Banking Communication Standard (BCS)
•    Electronic Banking Internet Communication Standard (EBICS)

P

PostIdent 

Das PostIdent ist eine Möglichkeit der Deutschen Post AG zur Identifizierung einer Person mittels Vorlage eines gültigen Ausweisdokumentes. Bei Girokontoanträgen wird der PostIdent-Coupon üblicherweise direkt mit ausgedruckt bzw. zugeschickt. Die Kosten für die Identifizierung (Legitimation) übernehmen in der Regel die Institute, sodass der Antragsteller keinen zusätzlichen Aufwand hat.

Im Rahmen des PostIdent werden sämtliche Ausweisdaten vom Postangestellten übernommen und bestätigt. Dadurch kommen die Kreditinstitute sowie die Deutsche Post AG den Vorschriften des Geldwäschegesetzes nach.

Q

Quellensteuer 

Eine Quellensteuer ist eine Abzugssteuer, die am Ort des Entstehens („an der Quelle“) des steuerpflichtigen Vorgangs direkt zum Abzug führt. Der Steuerabzug wird also sofort einbehalten und abgeführt.

Beispiel: Lohnsteuer
Die Lohnzahlung stellt den steuerpflichtigen Vorgang dar. Die Lohnsteuer wird als Quellensteuer sofort vom Bruttolohn durch den Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt abgeführt. Somit wird die Lohnsteuer direkt an der Quelle erhoben.

R

Revolving Credit Card 

Eine Revolving Credit Card ist eine Kreditkarte, bei der der Karteninhaber das genutzte Kreditkartenlimit in Raten tilgen kann. Auf den nicht beglichenen, aber genutzten Teil des Revolving Kredits erhebt die Bank Zinsen (ähnlich wie beim Dispositionskredit).

Revolving Kreditkarten werden heutzutage oftmals in Verbindung mit einer Charge Card ausgegeben. Demnach hat der Kreditkarteninhaber die Entscheidung darüber, ob er das genutzte Kartenlimit einmalig als Gesamtbetrag tilgt (im Normalfall zinsfrei) oder in Raten begleicht.

S

SparkassenCard 

Die SparkassenCard (auch giroCard) ist eine Debitkarte ausgegeben von den regionalen Sparkassen an ihre Kunden. Die Karte gibt es in der Regel nur in Verbindung mit einem Sparkassengirokonto und kann sowohl für Kontoinhaber als auch Verfügungsberechtigte beantragt werden. Umsätze, die man mit der Karte tätigt, werden sofort bzw. mit nur wenigen Tagen Verzögerung vom angebundenen Girokonto abgebucht.

SparkassenCards sind im Rahmen des Maestro-Systems einsetzbar, sodass sie auch grenzüberschreitend genutzt werden können. Ist die Plastikkarte mit einem Chip ausgestattet, besitzt die Sparkassencard Geldkartenfunktion, d.h. die Karte kann mit Beträgen bis 200 Euro aufgeladen und zur Zahlung kleinerer Umsätze (z.B. Ticketkauf in der Bahn) eingesetzt werden.

T

Tagesgeld 

Bei Tagesgeld im Privatkundenbereich handelt es sich um sogenanntes tägliches Geld, welches jederzeit vom Tagesgeldinhaber (auch in Teilbeträgen) verfügt werden kann. Tagesgeld wird auf einem speziell dafür eingerichteten Konto (Tagesgeldkonto) hinterlegt, welches auf den Namen des Tagesgeldinhabers läuft und bei einem Kreditinstitut geführt wird. Das Konto ist in der Regel nicht für den bargeldlosen Zahlungsverkehr zugelassen sondern dient ausschließlich der Realisierung des Spar-Gedankens.

U

Umsatz 

Unter Umsatz versteht man den Absatz, die Bruttoeinnahmen bzw. den Erlös aus einem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung. Es spiegelt den wertmäßigen Ansatz aus einem Kauf- bzw. Verkaufsvorgang wieder. Dabei ist es unerheblich, ob man auf der Käufer- oder Verkäuferseite steht, denn der Wert des Geschäfts gilt für beide Seiten als Umsatz.

V

VISA 

VISA ist eine der international größten Organisationen für Kredit-, Debit- und Prepaidkarten. Die Buchstaben stehen hier für Visa International Service Association. Diese Bezeichnung wurde erstmals 1976 für die damals weltweit bekannte BankAmericard verwendet.

Im Jahre 2007 fand eine Umstrukturierung statt, im Zuge welcher das global agierende Unternehmen Visa Inc. gegründet wurde. Die bereits drei Jahre zuvor gegründete Mitgliedsorganisation Visa Europe verblieb zunächst als solche im Unternehmen, wurde aber schließlich im Oktober 2007 mit einer exklusiven, unwiderruflichen und unbefristeten Lizenz von dem neuen weltweiten Unternehmen Visa Inc. vollständig unabhängig.

VISA selbst gibt keine Kartenprodukte aus. Hierfür sind die Mitgliedsbanken zuständig, die die Konditionen und Kreditkartenbedingungen bei ihren VisaCards eigenständig regeln und festlegen.

W

Widerruf 

Der Widerruf meint die Ausübung des gesetzlich festgelegten Widerrufsrechts bei Verbraucherverträgen. Rechtliche Grundlage bildet das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), wo Folgendes geschrieben steht:

„Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so ist er an seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden, wenn er sie fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist in Textform oder durch Rücksendung der Sache innerhalb der Widerrufsfrist gegenüber dem Unternehmer zu erklären; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.“

Die Frist für den Widerruf beläuft sich auf 14 Tage beginnend mit Zugang der Widerrufsbelehrung.

X

Xetra 

Xetra (Exchange Electronic Trading) ist ein vollelektronisches Handelssystem (Computerhandel) der Deutschen Börse und dient der Order-Abwicklung am Kassamarkt. Es ist zwischen 9.00 und 17.30 Uhr verfügbar und kann von jedem beliebigen Standort weltweit genutzt werden. Kauf- und Verkaufsaufträge werden in einem zentralen Rechner gegenübergestellt und bei Übereinstimmung von Preis und Stückzahl automatisch ausgeführt. Die Zusammenführung, deren Grundlage das zentrale Orderbuch ist, nennt man auch Matching. Zur Teilnahme am Xetra-Handel sind Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Finanzunternehmen berechtigt.

Y

Yen 

Yen ist seit 1871 die Bezeichnung der offiziellen Währung Japans. Das internationale Symbol ist ¥ und der ISO-Währungscode lautet JPY (für Japanische(r) Yen). Neben dem US-Dollar und dem Euro deckt diese Währung in vielen Ländern einen Teil der jeweiligen Geldreserven zur Währungsstabilisation ab, da der Yen zu den stärksten Währungen der Welt zählt.

Z

Zins 

Unter „Zins“ versteht man das Entgelt für die zeitweise Überlassung von Geld- oder Sachwerten. Er ist vom Empfänger (Schuldner) an den Überlasser (Gläubiger) zu zahlen. Rahmenbedingungen wie Höhe, Variabilität, zeitliche Befristungen, Zahlungszeitpunkt (Zinstermin) etc. werden im Normalfall in einem verbindlichen Vertrag (z.B. Sparvertrag) festgehalten.

Die Höhe des Zins‘ richtet sich üblicherweise nach Referenzzinssätzen, die sich wiederum an der aktuellen Marktlage sowie dem Angebot und der Nachfrage orientieren.

 

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